Abt. A Peter Rohde
peter-rohde3-1Ich bin ca. 27 Jahre im Hundesport tätig. Von Anfang an im KFT. In dieser Zeit wurden verschiedene Tätigkeiten im Verein ausgeführt. Neben der Tätigkeit als Figurant, Ausbildungswart, sonstiger Vorstandsarbeit und Leistungsrichter habe ich mehrere Hunde bis VPG 3 und FH 2 ausgebildet. Sie wurden zum Teil auf Siegerprüfungen mit viel Erfolg geführt. In FH stellte ich 2x den Klubsieger. Meine Richtertätigkeit ( 16 Jahre ) beinhaltete neben vielen OG Prüfungen auch mehrere Siegerprüfungen und gingen bis zur FCI Ausscheidung vom VDH in Abt. A.

Ich bin Jahrgang 1946, meine Heimatvereine sind  KFT OG Lahn-Dill Wetzlar und SGSV Garbenheim im HSVRM.


Mit freundlichen Grüßen
Peter Rohde
Abt. B Hubert Olbing
Vor ca. 30 Jahren bekamen wir unseren ersten Airedale Terrier (Lady Pias Fabian) und durch ihn auch zum Hundesport.

Fabian kam aus einer Auslesezucht und ein jeder sagte: Diesen Hund bekommst du nie zum Schutzhund ausgebildet.
Mein Ehrgeiz wurde geweckt und Fabian hat VPG3 und auch FH1 absolviert und hat auch die erste vom KFT durchgeführte Körung bestanden.
Mein zweiter Airedale war Ilko z.d.drei Birken und aus reiner Leistungslinie. Als Ilko 2,5 Jahre alt war, qualifizierten wir uns erstmals für die
KFT-Siegerprüfung in Kamen. Später folgten dann Dornburg u. Steinfurt. Weitere Erfolge erreichten wir im Fährtenbereich, so auch die Teilnahme an der ersten DHV-FH-DM 1996, Teilnahme an diversen Klub-Fährten-Siegerprüfungen, IPO FH als Vertreter des KFT zur VDH-DM-FH.
Der nächste Airedale war dann Jasmin z.d.drei Birken, die ich auch bis VPG2 und FH 1 ausbildete. Bestes Ergebnis war die Teilnahme an einer FH-Siegerprüfung mit Platz 3. Jasmin wurde auch unsere erste Zuchthündin unter dem Zwingernahmen „aus dem Dämmerwald“
Als aktiver Hundesportler führte ich dann aus eigener Zucht Aika aus dem Dämmerwald, VPG, FH1, FH2 und IPO-FH .

Enjoy  VPG3, FH1 und als Highlight Teilnahme an der VDH DM in Geislingen.

Zur Zeit führe ich Kajo AKZ: VPG 3.

Durch die intensive Arbeit mit unseren Airedales entstand bei mir auch der Gedanke mich als Leistungsrichter im KFT zu bewerben und bin somit seit 1994 Leistungsrichter im KFT. In dieser Funktion hatte ich auch Gelegenheit bei einigen Siegerprüfungen die Abteilungen A, B und C zu bewerten. Eine besondere Aufgabe hatte ich  bei der VDH-DM IPO FH im Jahr 2001, wo ich als LR des KFT die Aufgabe hatte, die dort gezeigten Leistungen der verschiedensten Rassen zu beurteilen.

Allen Teilnehmern an der KLSP 2009 in Hannover-Langenhagen wünsche ich viel Erfolg und freue mich darauf dort als Leistungsrichter in Abteilung B tätig zu sein.
Abt. C Uwe Krachudel

uwe-krachudeljpg-1Gespräch mit dem Obmann der Leistungsrichter Uwe Krachudel. Der  verheiratete Vater einer Tochter  ist Jahrgang 1961 und wird in Langenhagen die Abteilung C richten.

Uwe, die Klub-Leistungs-Sieger-Prüfung ist das hundesportliche Highlight des Jahres. Die besten Airedale Terrier des KFT kämpfen um den Sieg. Die Leistungsrichter sollen den Hundeführern, den Ausbildern und den Zuschauern aufzeigen, wo Defizite in der Ausbildung bestehen, damit der Beste am Ende ganz oben steht. Wie bereitest Du Dich auf diese Aufgabe vor?
Vor den ersten Großveranstaltungen schaute ich mir DVDs  der letzten Veranstaltungen an und bewerte diese vor dem Fernseher. Das  Besprechen erfolgt wie zur Prüfung nach jedem Hund, was ich selbst mit der Kamera aufzeichnete. Hier sieht  und hört man am besten wo die Schwächen liegen. Gerade vor der VDH DM in Waldmünchen, bei der ich die Unterordnung bewerten durfte, war es besonders hilfreich, da hier der Zeitplan drückte. 25 Minuten für zwei Teams + Richterbesprechung ist nicht ganz so einfach.  
Welche Prioritäten hast Du in der Abt. C?
Ich lege großen Wert auf einen hohen Gehorsam im gesamten Schutzdienst, auf schnelle Triebwechsel und überzeugendes Griffverhalten,  gerade in den Belastungsphasen.
Welche Ausbildungsmethodik favorisierst Du, modern oder eher traditionell?
Die Ausbildungsmethoden haben sich in den letzten Jahren zu Gunsten der Tiere verändert. Die modernen tierschutzgerechten Ausbildungsmethoden, die  in erster Linie auf Motivation und Vertrauen basieren sind meine Favoriten. Entscheidend ist immer das konsequente Ausbilden: was heute weiß ist, darf morgen nicht schwarz oder grau sein.

Was würdest Du - wenn Du die Möglichkeit hättest - an der Prüfungsordnung ändern?

Der Angriff aus der Bewegung, der spektakulärste Übungsteil im Schutzdienst aber  auch der gefährlichste für die Gesundheit des Hundes und des Helfers, sollte entschärft werden. Die Angriffsgeschwindigkeiten der Hunde werden auf der einen Seite  immer höher und auf der anderen Seite haben wir immer weniger Helfer, die diese Hunde dann noch PO gerecht arbeiten können.
Auch die VPG1 ist meines Erachtens zu schwer. Wir müssen an die Basis des Schutzhundesportes denken. Nach der BH Prüfung entscheiden sich die meisten Hundeführer welchen Weg  der hundesportlichen Betätigung sie einschlagen.

Wie siehst Du die Entwicklung im Hundsport in den letzten Jahren?

Ausbildungstechnisch hat sich hier eine Menge getan.
Die Methoden, den Hunden über Motivation etwas bei zubringen haben sich deutlich zu Gunsten der Hunde entwickelt.
Auch die verbandsübergreifenden Bewertungen durch die LR haben dazu beigetragen, dass es ein Umdenken geben musste.
Denn nur der Hund der mit hoher Arbeitsbereitschaft und Ausstrahlung und der geforderten Korrektheit arbeitet, kann die Höchstbewertung bekommen.

Wo steht Deiner Meinung nach der Terrier im VPG Sport?

Wir müssen, um das zu beurteilen erst einmal die Voraussetzungen sehen.
Der Airedale, der ja fast ausschließlich den VPG Sport im KFT dominiert, bringt jährlich ca. 1000 Welpen aus leistungsorientierten und weniger leistungsorientierten Linien.

Hinzu kommt, dass der Genpool, der für den Leistungssport in Frage kommt sehr klein ist. Da sind andere Rassehundezuchtverbände in einer besseren Ausgangssituation und haben züchterisch einen wesentlich größeren Spielraum auch in Hinblick auf Standard und Gesundheit.

Es wäre aus meiner Sicht ein falsches Signal gewesen den Leistungssport im KFT nicht die nötige Aufmerksamkeit zu geben.
Seit ich 2004 die Funktion des LRO übernommen habe,  war und ist es  mein Ziel ,den Hundesport in diesem Bereich mehr in den Fokus des Gebrauchshundesports in Deutschland zu setzen. Das dies nicht von heut auf morgen zu bewältigen ist war klar.

Um im direkten Vergleich mit anderen Gebrauchshunderassen bestehen zu können war und ist es, notwendig Wege zu gehen ,die noch vor Jahren undenkbar waren.
Der Einsatz von Helfern aus anderen Verbänden auf unseren Großveranstaltungen waren und sind erforderlich, um eine  Entwicklung voran zu treiben die uns im Vergleich zu Schäferhunden und Riesenschnauzern bspw. nicht schlechter aussehen lassen.

Sicherlich mussten Entscheidungen getroffen werden, die nicht immer angenehm für den Einzelnen sind. Das Ziel gibt den Weg vor. Man musste aufzeigen, was man verlangt.
2004 in Torgau war das beste Beispiel, wo Zweibein (Helfer) schneller war, als Vierbein (Hund). Heute 2009 z.B. beim  Bundesausscheid  mit dem Helfer Björn Giesen vom DMC im Teil 1, sahen unsere Airedales schon sehr gut aus.

Wie siehst Du den Airedale als Gebrauchshund?

Der Airedale als Gebrauchshund ist auf Grund seiner Triebveranlagung und seiner Begeisterungsfähigkeit sehr gut geeignet, was mir allerdings etwas fehlt, ist die gewisse Härte. Denn nach durchstandener Ausbildung, ich meine hier nicht die VPG1, zeigt sich, welchen Kern der Hund besitzt, vorausgesetzt die Ausbildungsmethoden waren alters- und tierschutzgerecht.

Es kommt natürlich immer darauf an,  in welches Ausbildungsteam ein Hund gelangt. Um auf weiterführenden Prüfungen zu kommen bedarf es eine sehr gut durchdachte Teamarbeit.
Aber auch dies wurde bereits erkannt und umgesetzt.